Bridging The Gap - Der Film
Der Imagefilm zu unserem Forum „Bridging the Gap between Arab and Western Worlds“ behandelt das Thema Vorurteile. Der Film präsentiert banale Vorurteile über die Arabische und Westliche Welt und zeigt auf eindringliche Weise wie durch sie, selbst alltägliche Szenen falsch interpretiert werden können. Das Thema ist für unsere Hauptdarsteller nicht unbekannt, jeden Tag begegnen ihnen Vorurteile weil sie arabisch aussehen oder eine Glatze tragen. Wie sie damit umgehen und warum sie bei dem Film mitgemacht haben kann hier gelesen werden.
Interview mit Sascha und Simon (Skinheads)Face- to Face- Interview mit Simon und Sascha- am 9.9.07

Simon & Sascha
Ursprung in England
Die Ursprünge dieser Szene entstammen dem England der 1960er Jahre, erzählt Simon. Junge Leute aus der so genannten Mod- Szene, welche aus der Arbeiterklasse entsprang, ließen sich in Sachen Kleidung und Musik von der jamaikanischen Musik- und Stilrichtung der zahlreichen Immigranten inspirieren und taten sich mit diesen zusammen. Einziges Ziel war es miteinander Musik zu machen oder zu hören und Spaß zu haben. Die sich daraus entwickelnde Skin-Szene, welche sich nach außen durch kahl geschorene Köpfe und „Arbeiteroutfit“ zeigte, war in ihren Ursprüngen also klar unpolitisch und vor allem antirassistisch. Kernpunkt dieser Bewegung war das Bewusstsein der Arbeiterklasse anzugehören und stolz darauf zu sein.
Spaltung der Skins
In den folgenden Jahren entwickelten sich durch die Einflüsse diverser Musikrichtungen und Trends unterschiedliche Ausrichtungen der Szene. Mit der Entstehung des Oi- Punks, einem radikalen, nicht kommerzialisierten Arbeiter Punk Rock erlebte die Skinhead Szene ein Revival.

Sascha
Vorurteile an der Tagesordnung
Mit dem Thema des Imagefilms „Vorurteile“ kennen sich Simon und Sascha aus. Häufig werden sie aufgrund ihres Aussehens als „dumm“, „versoffen“, „Schläger“, „arbeitslos“, oder als „Nazi“ eingestuft.

Simon
Eigene Barrieren überwinden
Für beide ist der Dialog zwischen unterschiedlichen Kulturen sehr wichtig. Sie sind der Meinung, dass die einseitige Berichterstattung der Medien nur kontraproduktiv wirkt. Aus diesem Grund engagieren sie sich gerne für alternative Projekte, da die Region und die Medien, ihres Erachtens, zu wenig Unterstützung für derartiges Engagement bieten. Die Mitarbeit an dem Film war ihnen auch persönlich wichtig. Simon gab seine eigene Neugierde zu als er hörte, dass Muslime mitspielen werden. Er wollte eigene Barrieren überwinden. Beide hatten sehr viel Spaß beim Dreh und freuten sich sehr über den Kontakt mit den vielen unterschiedlichen Leuten. Einige haben sie auch schon in der Stadt wieder gesehen und auch wieder erkannt- man blieb stehen und unterhielt sich...somit blieb es nicht bei einer einmaligen Sache.
Interview mit Karima
Karima
1. Was sind deine Erfahrungen mit Vorurteilen? Mit welchen musstest du bislang umgehen?
Häufig glauben die Menschen wenn sie mich sehen, dass ich die deutsche Sprache nicht beherrsche. Dann versuchen sie besonders langsam zu sprechen, dabei bin ich hier aufgewachsen und spreche genauso gut Deutsch wie sie. Häufig denken die Leute auch von vorne herein, dass ich ungebildet bin, ohne auch nur ein Wort mit mir gewechselt zu haben. Ähnlich ärgerlich ist das Vorurteil, dass ich von meinem Vater und Brüdern unterdrückt werde und dass ich, wenn es so weit ist, zwangsverheiratet werde.
2. Was ist dein "Lieblingsvorurteil" über die Arabische Welt?
Da gibt es viele. Eher harmloser Natur ist die Vorstellung, dass alle arabischen Männer mit vielen Frauen verheiratet sind. Weniger witzig ist da schon das Vorurteil, dass alle Araber Terroristen sind und es nur Gewalt und Unterdrückung bei ihnen als Muslime gibt.
3. Wie gehst du mit diesen Vorurteilen um?
Indem ich das Gegenteil präsentiere und bei Projekten wie diesem mitmache. Ich will zeigen, dass man mit Muslimen kommunizieren und zusammenarbeiten kann und dass es Muslimen nicht um Gewalt und Unterdrückung geht, sondern um ein harmonisches und friedliches Leben in der Gesellschaft.
4. Durch deine Kleidung hebst du dich von der restlichen Bevölkerung ab. Wieso hast du dich dazu entschieden?
Ich trage das Kopftuch aus freien Stücken und ich habe mich dafür entschieden, weil ich weiß, dass meine Entscheidung die Richtige ist. Ich bin mir bewusst, dass ich mich damit abhebe, aber deshalb trage ich es nicht. Mir geht es darum meine Religion auszuleben; um nicht mehr und nicht weniger.
5. Zum Film: Warum hast du mitgemacht und wie hat dir die Zusammenarbeit gefallen?
Ich habe aus dem Grund mitgemacht, weil ich helfen will Vorurteile, die es über Muslime, den Islam und Araber allgemein gibt, abzubauen. Ich weiß, dass nicht von heute auf morgen alle Vorteile verschwinden werden können, aber ich bin trotzdem der Meinung, dass mit jedem Projekt, das gestartet wird, ein Beitrag hierzu geleistet wird. Mir persönlich hat die Zusammenarbeit super gut gefallen. Ich habe noch nie an einem Projekt mit so wie Spaß gearbeitet wie bei diesem. Wir hatten viel zu lachen. Und es war auch schön mal andere Kulturen kennen zu lernen bzw. mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
1. Was sind deine Erfahrungen mit Vorurteilen? Mit welchen musstest du bislang umgehen?

Karima
2. Was ist dein "Lieblingsvorurteil" über die Arabische Welt?
Da gibt es viele. Eher harmloser Natur ist die Vorstellung, dass alle arabischen Männer mit vielen Frauen verheiratet sind. Weniger witzig ist da schon das Vorurteil, dass alle Araber Terroristen sind und es nur Gewalt und Unterdrückung bei ihnen als Muslime gibt.
3. Wie gehst du mit diesen Vorurteilen um?
Indem ich das Gegenteil präsentiere und bei Projekten wie diesem mitmache. Ich will zeigen, dass man mit Muslimen kommunizieren und zusammenarbeiten kann und dass es Muslimen nicht um Gewalt und Unterdrückung geht, sondern um ein harmonisches und friedliches Leben in der Gesellschaft.
4. Durch deine Kleidung hebst du dich von der restlichen Bevölkerung ab. Wieso hast du dich dazu entschieden?
Ich trage das Kopftuch aus freien Stücken und ich habe mich dafür entschieden, weil ich weiß, dass meine Entscheidung die Richtige ist. Ich bin mir bewusst, dass ich mich damit abhebe, aber deshalb trage ich es nicht. Mir geht es darum meine Religion auszuleben; um nicht mehr und nicht weniger.
5. Zum Film: Warum hast du mitgemacht und wie hat dir die Zusammenarbeit gefallen?
Ich habe aus dem Grund mitgemacht, weil ich helfen will Vorurteile, die es über Muslime, den Islam und Araber allgemein gibt, abzubauen. Ich weiß, dass nicht von heute auf morgen alle Vorteile verschwinden werden können, aber ich bin trotzdem der Meinung, dass mit jedem Projekt, das gestartet wird, ein Beitrag hierzu geleistet wird. Mir persönlich hat die Zusammenarbeit super gut gefallen. Ich habe noch nie an einem Projekt mit so wie Spaß gearbeitet wie bei diesem. Wir hatten viel zu lachen. Und es war auch schön mal andere Kulturen kennen zu lernen bzw. mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Interview mit Khalifa Khalifa
1. Was sind deine Erfahrungen mit Vorurteilen? Mit welchen musstest du bislang umgehen?

Khalifa
Angefangen von der Annahme, dass häusliche Gewalt bei uns an der Tagesordnung sei, über dem Bild dass alle arabischen Männer Chauvinisten seien, bis hin zu der Behauptung, dass Araber einfach nur zurückgeblieben sind, konnte ich mir schon einiges anhören.
2. Was ist dein "Lieblingsvorurteil" über die Arabische Welt?
Das ist wohl das Vorurteil, dass alle Frauen von den Männern unterdrückt werden. Das stört mich auch als Mann, weil ich von der Gesellschaft als potentieller Unterdrücker angesehen werde.
3. Wie gehst du damit um?
Es bereitet mir natürlich Sorgen und es ist macht mich auch sehr traurig. Ich für meinen Teil weiß, dass ich und der größte Teil der Muslime oder Araber diesen Stereotypen eben nicht entsprechen und ich kann nur versuchen den Menschen das Gegenteil zu beweisen.
4. Du bist in Deutschland aufgewachsen: Siehst du dich deshalb selbst als Brücke zwischen der Arabischen und Westlichen Welt?

Khalifa
5. Für wie wichtig hältst du den Dialog zwischen den Kulturen?
Der Dialog zwischen den Kulturen ist besonders wichtig, da er der Schlüssel zu einem friedlichen Zusammenleben ist. Nur so können wir einander verstehen und die Differenzen untereinander überbrücken. Quasi wie im Film dargestellt.
6. Wenn du schon den Film erwähnst: Warum hast du mitgemacht und wie hat dir die Zusammenarbeit gefallen?
Mitgemacht habe ich, weil ich darin eine Chance sah meinen Teil zur Überwindung und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen. Die Zusammenarbeit war für mich eine besonders gute Erfahrung. Sie war einmal mehr der Beweis für mich, dass es eben doch funktioniert. Es ist doch möglich, dass Menschen mit verschiedener Herkunft, kulturellem Hintergrund und unterschiedlichen Religionen miteinander zusammenarbeiten können, um ihren Teil für eine besseren Gesellschaft zu leisten.
Interview mit Farouk Was sind deine Erfahrungen mit Vorurteilen? Mit welchen musstest du bislang umgehen?

Farouk
Was ist dein „Lieblingsvorurteil“ über die Arabische Welt?
Mein Lieblingsvorurteil, im negativen Sinne ist es, dass wir arabischen Männer gewaltbereite, gewaltverherrlichende und intelligenzschwache Frauenunterdrücker seien.
In der Öffentlichkeit wird schließlich die Arabische Welt und auch der Islam oft mit Gewalt und Unterdrückung verbunden. Wie gehst du damit um?
In dem ich Öffentlichkeitsarbeit leiste. Sei es im Freundeskreis, Schule oder auf der Arbeit. Auch wenn die Medien einen häufig entwürdigen und einem das Gefühl vermitteln möchte, dass man minderwertig sei – sollte man weiterhin aufeinander zu gehen und sich nicht entmutigen lassen.
Durch euer Aussehen und eure Kleidung hebt ihr euch von der restlichen Bevölkerung ab. Wieso habt ihr euch dazu entschieden? Warum tragt ihr ein Kopftuch, Bart oder sogar Abaia?
Ich denke nicht, dass ich mich durch mein Aussehen von der restlichen Bevölkerung abhebe. Allerdings ist der Bart für mich unter anderem eine Nachahmung des letzten Propheten Mohammed (s.a.s). An sich ist der Bart aber auch in anderen Kulturkreisen üblich. Man denke doch nur an die Bilder von Jesus, bei denen auch für einen Christen der Bart nicht fehlen darf.
Du lebst seit Jahren hier in Deutschland. Siehst du dich deshalb selbst als eine Brücke zwischen der Arabischen und Westlichen Welt?
Ja, wenn man zwei Sprachen spricht und zwei Kulturen besitzt, ist man der beste Mittelsmann, der zwischen zwei Parteien vermitteln kann.
Für wie wichtig hältst du den Dialog zwischen den Kulturen?

Farouk
Zum Film: Warum habt ihr mitgemacht und wie hat euch die Zusammenarbeit gefallen?
Ich habe am Film mitgewirkt, um Vorurteile zu beseitigen und meinen Beitrag zur Aufklärung zu leisten. Wie Immanuel Kant sagte: „Sapere aude!“, also „Habe Mut, dich deinen eigenen Verstandes zu bedienen!“.
Und die Zusammenarbeit fand ich fantastisch, da ich dadurch auch neue Leute kennen gelernt habe.















